Autorenzweifel

(Kommentare: 3)

Meine geschätzte Autorenkollegin Yvonne hat etwas geschrieben - über Sichtbarkeit als Autor oder Autorin und wie man kämpft und sich doch nicht verbiegen lassen will.

Vieles davon können viele von uns unterschreiben. Aber da ist noch etwas:

Der Jammer ist doch, dass man sich bei dieser Suche so verkrampft, sich so darauf kapriziert (wie wir hier gern sagen), dass das Leben irgendwie über bleibt. Dieses eigentliche Leben. Das mit Lächeln und Liebe und Küssen und man muss doch auch die Katze streicheln und das Glitzern der Sonne auf dem Schnee bewundern und den dazu mitgelieferten knallblauen Winterhimmel.

Vielleicht ist das der Unterschied zu meinen 30ern: Ich bin jetzt 46, optimistisch betrachtet lebe ich vielleicht noch 40 Jahre, vielleicht aber auch nur 20 oder gar nur bis übermorgen. Es ist gut, dass man das nicht weiß. Aber auf jeden Fall ist der Tod irgendwie näher gerückt, möglicher geworden, das Leben einfach nicht mehr so unendlich, die Sorglosigkeit nicht mehr so stark. Ja, ich gehe immer noch bestimmte Risiken ein, ich tue Dinge, die vielleicht nicht so gesund sind - aber dann lache ich auch wieder über das alles und das ist vielleicht mit eines der gesündesten Dinge, die man tun kann.

Ich bin 46 - und ich will mich den Rest des Lebens einfach nicht ärgern. Nicht über Nutzloses. Nicht über Dinge, die ich doch nicht ändern kann.

Ich will den Rest des Lebens lieben, lachen und mich freuen!

Und ich will - damit schließt sich der Kreis zu Yvonne wieder - meine Geschichten erzählen.

Konfetti für alle!

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Kommentar von Aikaterini Maria Schlösser |

Guter Vorsatz! Ich glaube man kann nie früh genug damit anfangen,den Moment zu genießen und wertzuschätzen. Risiken eingehen heißt ja nicht nur gefährliche oder ungesunde Dinge tun, sondern auch Risiken wagen für seine Träume. Dafür sollte man sich auch nie zu alt fühlen.

Kommentar von Yvonne Wüstel |

Wunderbar auf den Punkt gebracht, Anni!
Ja, das Leben mit allen Facetten leben und Entscheidungen treffen, weil ich hinter ihnen stehe und nicht, weil sie der Karriere dienen. Das Herz ebenso offen wie Augen, Ohren, Arme. Ich glaube, anders könnten wir nicht wirklich schreiben, oder? Und dann, eines (hoffentlich fernen) Tages aufrichtig sagen können: "Egal, was alle anderen denken oder erreicht haben. I did it my way."
Fühl dich umarmt! :)

Antwort von Anni Bürkl

Regrets I've had a few - But then again too few to mention ...

 

Das wär doch ein schönes Ziel!

Kommentar von Margot |

Gut gebrüllt, Löwin! ;-)